Webanalyse

Mit dem Begriff Webanalyse werden verschiedene Methoden, Verfahren und Auswertungen bezeichnet, mit deren Hilfe man versucht das Verhalten von Benutzern zu analysieren. Hierzu werden zunächst verschiedene Daten gesammelt, die anschließend ausgewertet, präsentiert und archiviert werden. Grundsätzlich kann man sagen, dass der Betreiber einer Webseite erfahren möchte, woher seine Besucher kamen und welche Aktivitäten die Besucher auf der Webseite durchgeführt haben. Das Ziel der Webauswertung ist, festzustellen, ob die gewählte Online-Strategie sich auszahlt und wie man diese weiter optimieren kann. Marketingmaßnahmen im Internet sind teuer und kosten zudem sehr viel Zeit. Mit der Webanalyse hat man nun ein Werkzeug, mit dem man den Einsatz von Investitionen perfekt überwachen kann. Vor allem für Webseiten im kommerziellen Bereich ist das Webcontrolling in jedem Fall zu empfehlen.

Monitor

Nun stellt sich jedoch die Frage, woher man diese wertvollen Daten bekommt. Die wichtigste Quelle sind hier die Serverlogdateien. Hier speichert der Server alle externen Zugriffe ab und erhebt weitere Informationen, wie zum Beispiel die Quelle des Zugriffs sowie diverse Nutzerangaben. Eine weitere Möglichkeit sind die Client-basierten Daten. Hierbei handelt es sich im Allgemeinen um Java-Script-Code, der aufgerufen wird sobald ein Besucher die Seite ansurft und dann weitere Daten erhebt. Eine dritte und sehr weit verbreitete Methode sind die Cookies. Mit diesen kleinen Dateien kann man einen Benutzer bei einem wiederholten Besuch genau identifizieren und auf diese Weise Mehrfachzugriffe ausschließen.

Diese Daten werden in der Regel  in einer Datenbank abgelegt und die einzelnen Zahlen werden dann übersichtlich in Diagrammen dargestellt. Nun hat man ein sehr gutes Profil über das Online Benutzer Verhalten. Zu diesen Daten werden weitere Informationen, wie zum Beispiel Marketingkosten und Umsatz hinzugefügt. Nun kann man zum Beispiel feststellen, wie viele Benutzer wie viel Umsatz generiert haben und woher diese Benutzer stammen. Der Betreiber der Webseite kann nun einzelne Marketingkanäle, die besonders lohnenswert sind, stärken und sinnlose Ausgaben eliminieren. Desweiteren kann man prüfen, ob die Benutzer einen bestimmten Weg durch die Webseite bevorzugen. Auf diesem Weg kann man nun spezielle Werbung schalten, die die Einnahmen einer Webseite massiv erhöhen können.

Ein ständiges Problem mit dem die Webanalyse zu kämpfen hat, ist der Datenschutz. Professionelle heimische Anbieter erfüllen in der Regel alle Gesetze. Zu Konflikten kann es eigentlich nur kommen, wenn man einen Anbieter aus dem Ausland benutzt, der nicht auf das heimische Gesetzt ausgelegt wurde. Eine verzwickte Frage beschäftigt jedoch auch hierzulande die Justiz. Es stellt sich die Frage, ab wann genau personenbezogene Daten gespeichert werden. Es wird diskutiert, ob die IP-Adresse alleine als ein personenbezogenes Datum gilt oder nicht.